Begegnung als roter Faden
Mein beruflicher Weg verbindet psychosoziale, therapeutische, pädagogische und musikalische Arbeit. Ausgangspunkt war eine Ausbildung im Sozialversicherungswesen; später rückten Pädagogik, Musik und schließlich therapeutische Arbeit immer stärker in den Mittelpunkt.
Über viele Jahre war ich an einer städtischen Musikschule tätig, leitete eine eigene Musikschule und arbeitete mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in unterschiedlichsten pädagogischen Kontexten. Hinzu kamen Ensembleleitung, Band- und Kammermusik, Gitarren- und Gesangsarbeit sowie Musikproduktion, Komposition und Arrangement.
Als Musiktherapeut und Dozent habe ich kreative, leiborientierte und beziehungsbezogene Zugänge entwickelt und vermittelt. Heute liegt ein wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit in der Soziotherapie mit schwer psychisch erkrankten Menschen.
Mitschwingen
Mich beschäftigt seit vielen Jahren die Frage, was in einer heilsamen Begegnung geschieht. Der Begriff „Mitschwingen“ beschreibt für mich dabei keine bloße Technik, sondern eine Haltung: wahrnehmen, antworten, Unterschiede aushalten und Beziehung so gestalten, dass Sicherheit und Entwicklung möglich werden.
Weitere Perspektiven
Ich bin Benediktineroblate und verbinde therapeutische Praxis mit kontemplativer Erfahrung. Als zertifizierter Singleiter und Vorstandsmitglied von „Singende Krankenhäuser e. V.“ bleibt Musik für mich zugleich therapeutisches Medium und gelebte Gemeinschaft.
2026 erschien mein Buch „Verbundenheit heilt – Eine Anthropologie der Verbundenheit“, in dem ich diese Linien zusammenführe und um gesellschaftliche sowie technologische Fragen erweitere.